Dies und Das Dies und Das

Die Mitbewohner

Eines Tages klopfte es an meiner Tür.
Ich öffnete und vor mir stand ein kleines, fast durchsichtiges Wesen. „Grüß Dich,“ sagte es. „Ich bin das Vertrauen. Du hast mich so lange nicht beachtet, deshalb bin ich hier, ich will nicht ganz verschwinden. Darf ich herein?“

Es wartete meine Antwort nicht ab, kam durch die Tür und blieb wie angewurzelt stehen. „Oh je!“, rief es aus, „Das hab ich fast erwartet.“ Ich sah mich um und war irritiert. Alles war wie immer.

Auf der Couch saß wie immer die Enttäuschung, zusammen mit der Hoffnungslosigkeit. Beides keine sehr angenehmen Mitbewohner, die sich zudem im Laufe der Zeit extrem breit gemacht hatten, so dass ich selbst kaum noch Platz hatte. Vorm Fernseher lümmelten sich die Langeweile und die Phantasielosigkeit und stopfen sich mit Chips voll. Mein Bett hatte die Traurigkeit in Beschlag genommen, weinte die ganze Zeit leise vor sich hin und wurde immer dann so richtig laut, wenn ich schlafen wollte. Überhaupt war der Krach von allen kaum auszuhalten, so dass ich mich immer mehr auf einen kleinen Hocker in der Ecke zurück gezogen hatte.

Wiederholungsschleifen

Echt jetzt? Muss das nochmal sein? – Kenn ich doch schon. Weiß ich doch schon. Kann das mal aufhören?

Gerade im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung wissen wir oft schon vieles, haben viele Bücher gelesen, Workshops absolviert, uns coachen lassen. Und doch kommen manche Themen immer wieder. Sollte ich dafür noch ein Buch lesen, das doch wieder nur das gleiche sagt, das ich schon weiß? Oder hat der Workshop, das Seminar (wieder mal) nichts gebracht?

Wenn wir Themen im Leben – egal was es ist – nicht sofort in die Lösung bringen, geben wir schnell auf. Wenn wir etwas gelesen haben, sagen wir schnell: Weiß ich schon. Unser Gehirn fährt in den Komfortmodus und freut sich, dass es nun keine Energie für echte Veränderung aufbringen muss. Unser Ego macht es sich auf dem Sofa bequem.
Stell Dir mal vor, wir hätten diese Einstellung nach unseren ersten Geh-Versuchen gehabt. Ok, ich bin jetzt 5 Schritte gelaufen, ich weiß wie es geht, ich kann das jetzt – dann kann ich ja sitzen bleiben.

So funktioniert Leben jedoch nicht. Persönliche Themen kommen immer mal wieder um die Ecke – nicht, weil wir nicht WISSEN was der Hintergrund ist, sondern weil wir noch nicht genug geübt haben, es wirklich zu verändern.

Damit etwas wirklich von Kopf ins Herz rutscht, braucht es Wiederholung. Das Unterbewusstsein will genauso trainiert werden, wie ein Muskel.
Gerade letzte Wochenende sagte eine Teilnehmerin meiner Open-Heart-Coaching-Ausbildung: „Ich habe es schon lange gewusst, doch heute habe ich es verstanden. Und jetzt kann ich es auch umsetzen. Wundervoll.“ – Genau deshalb tut Wiederholung gut. Also lies ein Buch, besuch einen Workshop/Seminar, mach eine Ausbildung – und wachse mit jedem Schritt.

Ilka Plassmeier
Die nächste Open-Heart-Coaching Ausbildung starte übrigens im Dezember. Die Infounterlagen können unverbindlich angefordert werden 😉

Glücklich machen

Du kannst keinen Menschen glücklich machen – zumindest nicht auf Dauer.

Du kannst jemanden zum Lächeln oder zum Lachen bringen. Doch das, was einen Menschen wirklich glücklich macht, ist völlig außerhalb Deiner Kontrolle.
Das Beste, was Du Deinem Partner sagen kannst, ist: „Ich höre auf Dich glücklich machen zu WOLLEN! Du kannst Dich nur selbst glücklich machen, beweise es mir!“

Alles ist verbunden

Kennst Du den Spruch: Ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht? Natürlich wissen wir, was damit gemeint ist. Heute möchte ich auf etwas anderes hinaus:

 

Die 5 Freiheiten des Menschen

Die 5 Freiheiten des Menschen
1. Sehen und hören, was wirklich ist – nicht, was sein sollte.
2. Sagen, was ich denke – nicht, was ich denken sollte.
3. Fühlen, was ich wirklich fühle – nicht, was ich fühlen sollte.
4. Fordern, was ich möchte – nicht erst immer auf Erlaubnis warten.
5. Risiken eingehen – ohne sich immer erst abzusichern.
(Virginia Satir)

Hätte mir das mal jemand sagen können?

Hätte mir das mal jemand sagen können?
Als ich vor ca. 25 Jahren mit Bewusstseinsarbeit und Persönlichkeitsentwicklung begann, hat mir niemand gesagt,
* dass es schmerzhaft wird,
* dass ich sehr viele Tränen weinen werde,
* dass sich Menschen aus meinem Leben verabschieden,
* dass ich unbequem werde,
* dass ich an meine Grenzen stoßen werde,
* wie sehr inneres Wachstum schmerzen kann,
* dass manche Strategien nicht mehr funktionieren.

Selbstvertrauen

Selbstvertrauen hat nur wenig mit Selbstbewusstsein zu tun. Es bedeutet, sich selbst zu vertrauen – also Du Dir selbst. Kannst Du Dich auf Dich selbst verlassen?
Dafür sei ehrlich mit Dir selbst und nimm Dich ernst.
Selbstvertrauen kannst Du trainieren. Dein Unterbewusstsein möchte nämlich wissen, ob Du die Dinge, die Du Dir vornimmst auch umsetzt. Ob Du konsequent bist und auch notfalls Ausdauer hast.
Stell Dir vor: Dein Herz möchte Deinem Verstand vertrauen. Dafür hat Dein Verstand zu beweisen, dass er das Vertrauen Deines Herzens verdient.
Nimmst Du Dir etwas vor, setz es um. Hast Du eine Meinung, vertritt sie. Steh zu Dir selbst. – Wenn Du immer wieder „umfällst“, glaub Dir Dein Herz nicht und statt Selbstvertrauen erntest Du Selbstzweifel. Sei Dir Deiner Selbst sicher 😉 Du bist Dir Dein allerbester Freund – also sorge dafür, dass Du Dich auf Dich selbst verlassen kannst.

Als die Seele den Roten Faden verlor… (von Rebekka Gutmayer)

ALS DIE SEELE DEN ROTEN FADEN VERLOR