Dies und DasDies und Das

Alles wird gut…?

Kennt Ihr den Spruch „Alles wird gut“ oder „Alles ist gut“?
Natürlich richten wir uns mit unseren Wünschen und Zielen auf das Positive aus. Wer will es schon schwer haben beim Wünschen oder Affirmieren? Unser Ego hätte gern Friede, Freude, Eierkuchen. Keine Probleme (obwohl das ja „nur“ Aufgaben sind, die für uns sind und nicht gegen uns – sonst hießen sie ja „Contrableme“)
Aber wir leben hier auf der Erde in der Polarität. Wo schwarz ist, ist auch weiß. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Unser Ego wertet gern und sagt z.B. schwarz, Schatten, etc. ist schlecht. Alles, mit dem wir keine angenehmen oder wohltuenden Erfahrungen gemacht haben, wird erstmal negativ
bewertet. So wertet es auch gern „Fehler“: „Da hab ich was falsch gemacht.“ – „Das hätte besser sein können/müssen.“ „Da ist was schief gelaufen.“ „Hätte ich das gewußt, hätte ich es anders gemacht.“
Doch auf seelischer Ebene gibt es keine Fehler – sondern nur Erfahrungen (und das erstmal wertfrei – ohne gut oder schlecht) und jede Erfahrung ist wichtig für unser Wachstum und unsere Erkenntnisse.
Hier auf der Erde gibt es Tag und Nacht, Aktivität und Passivität, schwarz und weiß, gut und schlecht – und alle Facetten dazwischen. Aber „schlecht“ (oder gefährlich, böse, negativ, etc.) ist immer relativ und individuell. Ein Gift kann z.B. töten, aber auch heilen – es kommt auf die (homöopathische) Dosis an.
Was ist also nun wirklich „schlecht“, „falsch“, etc. ? (und hier geht es jetzt mal nicht um moralische oder ethische Fehlentscheidungen, die gegen die eigene innere Stimme gehen). Was ist also nun „gut“ und „richtig“ für mich?
Wir tun in jedem Moment unseres Lebens unser Bestes – Das, was mit dem Wissen und Erkenntnisstand in dem Moment unseres Lebens uns möglich ist. Und wiederholen wir etwas besseren Wissens – muss die Erfahrung (nicht der Fehler oder die Erkenntnis – nur die Erfahrung) nochmal wiederholt werden, weil irgendetwas noch nicht klar ist, noch nicht verstanden wurde oder noch nicht (ganz) erlebt/gefühlt wurde.
Akzeptieren wir die Polarität und das „Gute“ („Wichtige) in den „negativen“ („schmerzlichen“) Erfahrungen, hören wir vielleicht auf, das „Schlechte“ zu verdrängen und kommen zu der Erkenntnis:

Alles ist Vollkommen – Hier und Jetzt.

Ilka Plassmeier 2011