Erfahrungsberichte und BeispieleErfahrungsberichte und Beispiele

Prüfungen nach Aufstellungen – alte Programmierungen

Nach Aufstellungen passieren meist schon recht schnell die interessantesten Dinge und Veränderungen treten ein. Menschen kommen anders auf Dich zu. Du reagierst gelassener auf Probleme. Körperliche Erscheinungen verschwinden. Der eine bekommt endlich einen neuen Arbeitsplatz, bei dem anderen wird die Partnerschaft wieder glücklich, beim nächsten klären sich Familienthemen, oder der lang ersehnte Partner taucht auf, der Kinderwunsch wird erfüllt oder der Körper reagiert positiv.

Und doch kommt es natürlich auch vor, dass „das Leben“ uns prüft, ob wir die alten Themen, die wir aufgestellt und abgelöst haben, tatsächlich abgearbeitet haben. Dann kommen kleine Prüfungen auf uns zu, die punktgenau in unsere alte Narbe pieksen.
Manche Problemkreise dauern etwas länger und machen neu erlebte Lebenssituationen erforderlich. Das Leben passt sich unserem Bewußtseinszustand unmittelbar an und spielt uns genau die Situationen zu, die wir brauchen, um weiterzukommen. So kann es vorkommen, dass ein Klient nach einer Aufstellung (Thema: Ich muss mich immer um alles kümmern) für die Familie nicht mehr wie bisher „funktioniert“. Das führt natürlich zu einem etwas anderen neuen Konflikt. Hier gibt ihm das Schicksal die Gelegenheit, dieses Thema nochmals bewußt anzugehen und die damit verbundenen Reaktionen zu durchleben. Er hat nun auch im Äußeren die Chance, das Thema anzusprechen und zu lösen.
Und doch werden wir immer mal wieder getestet, ob wir mit den alten Mustern tatsächlich „abgeschlossen“ habe. Die berühmte Frage: „Bist Du Dir sicher?“ Ein klares Ja hier ist wichtig.
Eine Aufstellerin brachte mich jetzt auf die Idee, dass ich mal etwas zu diesem Thema schreibe. Hier ihre Originalanfrage: „Wie gehe ich mit Prüfungen um, die ja immer wieder auftauchen, um zu sehen, ob ich in meiner neuen Energie schon gefestigt bin. Ist das für jeden abhängig vom Thema oder soll ich ganz gelassen bleiben oder an das gute Ende denken??? Ich würde mich freuen (und andere vielleicht auch?), wenn Du noch mal einen guten Tipp hättest. Du sagst zwar in Deiner Einführungsrunde immer, dass man anschließend nichts tun braucht, einfach nur abwarten. Auch in den Prüfungen???“
Und hier meine Antwort darauf:
Das erste positive Ergebnis ist: Man erkennt die Prüfung! Man merkt: Hupps, das ist ein alt-bekanntes Muster! – Bewusstmachung.
Der zweite Schritt ist zu überlegen: Will ich das noch oder nicht mehr? – Entscheidung innerlich treffen.
Der dritte Schritt ist dann: Abwarten, was aus der inneren Entscheidung wird. – Gelassenheit.
Sollte die Gelassenheit die Situation nicht verändern, sollte man nicht in das alte Muster zurückfallen, sondern bewusst anders reagieren. Aber egal, was für eine Situation es ist – wichtig, ist: Sobald man erkennt, dass man wieder im alten Karussell steckt: BREMSEN, innehalten, spüren – notfalls eine Nacht drüber schlafen. Nichts muss sofort entschieden werden, nichts verlangt sofortiges Handeln (außer Notfallsituation natürlich). Nach dem Bremsen gilt es dann wohl überlegt, entgegen gesetzt bzw. anders zu handeln. Das alte Muster durchbrechen.
Bei dieser Aufstellerin im konkreten Fall (Thema: Wut) hieß das: Sobald Du merkst, dass Wut hochkommt – erstmal loben, weil Du Dich erkennst. Dann bewusst rausnehmen, durchatmen – notfalls rausgehen, auch wenn Du dafür jemanden wortlos stehen lassen musst. Später kannst Du demjenigen dann ruhig und klar erzählen, was Dich so auf die Palme brachte und warum das so ist. Du wirst sehen, dass Dein Gegenüber dann sehr verblüfft ist – auch energetisch, denn das Alte zieht nicht mehr und man kann bei Dir nicht mehr andocken und Dich zur Weißglut bringen. Sieh nicht den Menschen, der Dir gegenüber das alte Muster auslöst, sondern sieh die Energie dahinter. Die alte Energie will natürlich nicht, dass Du Dich veränderst. Sie will weiter von Dir zehren. Also prüft sie Dich und da heißt es einfach umdenken. Sobald die alten Energien merken, dass sie Dich nicht mehr kriegen können, hört das auf.

U
nd was mir inzwischen mehrfach aufgefallen ist, es tun sich wunderbare Dinge nach einer Aufstellung. Den Teilnehmern geht es erheblich besser – so gut, dass andere sie darauf ansprechen und fragen, was denn geschehen ist. Und dann passiert es: Es wird getuschelt, man traut sich nicht, es auszusprechen oder man erzählt gar nichts. Natürlich ist es völlig ok, wenn man das nicht jedem auf die Nase binden möchte. Geht mir ja genauso. Aber es gibt Menschen, die meinen: Wenn ich drüber spreche, kippt es und alles ist wieder verflogen. Wenn ich es ausspreche, wird alles wie früher und die Arbeit war für die Katz´.
Auch hier wieder eine Frage dazu von einer Teilnehmerin: Und ich traue mich gar nicht richtig darüber zu sprechen, auch nicht mit meinem Mann  aus einem ganz einfachen Grund: wenn ich anfange über eine positive Veränderung (egal ob Aufstellung, Homöopathie, Kinesiologie, Reiki, Rückführungen,…)zu sprechen, dann kippt die Energie wieder ins negative zurück. Erklären kann ich mir das leider nicht, kennst Du dieses Phänomen? Warum kippt die Energie wieder zurück? Damit komme ich nicht so gut klar, denn ich traue mich dann so gar nicht darüber zu sprechen.“
Das habe ich ihr geantwortet:
„Du hast da aber eine merkwürdige Programmierung laufen (hab ich schon bei zwei, drei anderen beobachtet). Du erwartest, dass die Arbeit kippt, wenn Du Dich drüber freust und davon berichtest. Mit dieser Einstellung passiert es natürlich auch. Aber das ist doch Quatsch. Ich weiß noch, wie die Mutter eines Jungen, der mit dem Tag der Aufstellung seine Aggressionsschübe los war, niemanden erzählt hat, was sie gemacht hat und wenn dann nur tuschelte – aus Angst, dass es kippen könnte. Aber ich konnte sie überzeugen, dass das nur ihre eigene Vorstellung ist. Inzwischen hört sie gar nicht mehr auf drüber zu sprechen :-))) Also: ACHTE AUF DEINE GEDANKEN UND ERWARTUNGEN. Wenn Du überzeugt von der Arbeit, Deiner Entwicklung und der Wirkung bist, kannst Du es in die Zeitung setzten und es kippt gar nichts :-)))
Solange Du Angst hast, dass es kippt – kann es kippen. Solange der Zuhörer Dich zweifeln lassen kann, kann es kippen. Solange Du Dich von der Abwehr anderer oder wissenschaftlichen Erklärungen beeinflussen lässt, kann es kippen. Dann ist dieser Glaubenssatz (Es kippt, wenn ich drüber spreche) viel stärker, als Deine positive Erfahrung. Dieser Glaubenssatz gehört zum freien Willen und zum Verstand.
Aber Du spürst ja genau, dass es sich positiv entwickelt. Also lass Dir da nicht reinreden und bleib bei Deinem Gespür und dieser Erfahrung. Dann hast Du den Teufelskreis überwunden.
Und wenn Du tatsächlich noch merkst – Ich bin noch nicht soweit, darüber zu sprechen – dann lass es einfach. Es ist Deine Entwicklung und Du bestimmst, wer daran teilhat, wann Du reden möchtest. Punkt – aus.“