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Feng Shui – Wer? Wie? Was? – Wieso? Weshalb? Warum?

Ein kurzer Einblick in die Hintergründe der fernöstlichen Lebens- und Wohnkultur

Oft wird in unserer westlichen Welt das uralte Wissen der fernöstlichen Lehre belächelt. Aber diese Weisheit ist unabhängig von Zeit und Kultur und lässt sich ohne weiteres auch in unseren europäischen Lebens- und Wohnstil integrieren. Nicht nur die Chinesische Mauer ist nach den Regeln des Feng Shui geplant und gebaut worden. Inzwischen werden hier zu Lande sogar Friseurstudios danach eingerichtet und die Kunden fühlen sich dort nachweislich wohler als in herkömmlichen Geschäften. Wussten Sie eigentlich schon, dass nicht nur die alten Chinesen, sondern jede vorzeitliche Kultur um die Gesetzmäßigkeiten der Natur wusste? Eines der beeindruckensten Beispiele dafür aus der Steinzeit ist Stonehenge in England. Aber auch die Griechen, Ägypter, Kelten und die alten Germanen nutzten die Geomantie für ihre Bauten und Zeremonien. In Europa wurde die Geomantie allerdings geheim gehalten und nur gewisse Handwerks-Bruderschaften wussten um die Zusammenhänge. Dieses Wissen ist heute noch in Kirchen, Kathedralen, Klöstern und Burgen zu finden. Vergleicht man die Bauten, erkennt man, dass die Standorte sorgfältig gewählt wurde, dass Proportionen und Himmelsrichtungen berücksichtigt wurden und dass Einrichtung, Kunst und Farbe gezielt eingesetzt wurde.Feng Shui bedeutet wörtlich übersetzt „Wind und Wasser“. Wind als sanft wehender Himmelsbote und Wasser, das aus den vom Wind herbei gepusteten Wolken als Regen der Erde Fruchtbarkeit schenkt. Aber noch wichtiger ist der Hintergrund dieser Naturformen: Hinter allem, was uns sichtbar und unsichtbar umgibt, steckt eine Energiequelle. Es liegt nun am Menschen, sich mit der Natur und deren Energiequellen gut zu stellen.China gilt als Kernland des Feng Shui. Priester lehrten die Anwendung und Feng Shui gehörte bis zur Kulturrevolution in den 60er und 70er Jahren ganz selbstverständlich zum Alltag. Es kam mit Mao Tse Tung jedoch zu einem großen Einbruch. Feng Shui wurde als ein „überholtes und auf Aberglauben basierendes System“, dass angeblich nicht in ein modernes Staatsgefüge passte, strengstens verboten. Viele Chinesen haben dadurch leider den Zugang zu dem alten Wissen verloren. Nur seinerzeit ins Ausland geflüchtete Feng-Shui-Meister konnten die Tradition retten und trugen die Lehre von Hongkong und Singapur um die Welt.Seit einigen Jahren breitet sich ein regelrechter Feng-Shui-Boom in der westlichen Welt aus. Vorreiter waren hier Versicherungen, Banken und internationale Konzerne, die meist streng geheim die Regeln des Feng Shui bei Ihren Bauten berücksichtigten, um einen gewissen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu haben. Und natürlich wollte man nicht als verrückt gelten. Aber es zahlt sich aus. Die Rechnung der Konzerne geht auf. Die Idee ist einfach: Wenn das Umfeld „stimmt“, dann spüren dies sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden. Zwischenmenschliche Beziehungen werden harmonischer, Krankenstände nehmen ab, die Leitungsbereitschaft und Motivation steigt.Wie lässt sich die chinesische Kultur nun auf unseren Lebensstandard anpassen? Wegen des teilweise grundverschiedenen Weltbildes unserer Kulturen lässt sich nicht alles eins zu eins ungefiltert auf unsere Lebensweise übertragen. Es ist für uns Europäer überhaupt nicht notwendig, dass wir uns mit Dingen und Gegenständen umgeben, die Unbehagen oder Befremden auslösen. Damit wird der Sinn des Feng Shui zerstört. Es geht auch ohne Fächer, Drachenfiguren und Bambusflöten. Man kann auf klassische chinesische Hilfsmittel durchaus verzichten und doch die Regeln des Feng Shui anwenden. Es geht um den Energiefluss und den bewussten Umgang damit. Dafür braucht man seinen Mann weder zum Samurai machen, noch zukünftig die Mahlzeiten auf dem Boden einnehmen. Wichtig ist, dass man sich in den eigenen vier Wänden wohl fühlt, bewusst Akzente für Geborgenheit und Wohlbefinden einsetzt über Farben, Pflanzen, Möbel, auf unnützes Ansammeln von alten und überholten Dingen verzichtet und regelmäßig ausmistet. Sie sollten sich über nichts ärgern müssen – wie z.B. Unordnung oder einen knarrenden Schaukelstuhl. Diese Dinge sind als erstes in Ordnung zu bringen.Jede Wohnung, jedes Zimmer, ja sogar der Schreibtisch kann in ein Bagua aufgeteilt werden. Dieses sind 9 Felder, die z.B. Partnerschaft, Familie, Wissen, Reichtum, etc. darstellen. Nun gilt es diese Felder bewusst wahr zu nehmen und dementsprechend zu gestalten. Z.B. sollte in der Partnerschaftsecke keine Unordnung herrschen. Besser ist es diese schön und paarig zu gestalten. Hier haben 7armige Kerzenleuchter nichts verloren. Steht in der Partnerschaftsecke des Raumes z.B. ein Kamin sollte man diese Energie ausgleichen, denn sonst geht die heiße Leidenschaft schnell zum Schornstein raus. Hier kann man mit Spiralen oder Doppelachten arbeiten, die gar nicht unbedingt sichtbar sein müssen. (Übrigens die Partnerschaftsecke befindet sich immer hinten rechts vom generelle genutzten Eingang aus gesehen.)

Eines liegt mir aus eigener Erfahrung noch am Herzen: Vermeiden Sie bitte Spiegel im Schlafzimmer. Sehr oft sind diese Ursache für Schlafstörungen und auch Gewichtsprobleme, weil sie Stör-Energien verstärken. Bitte halten Sie den Schlafraumvom Elektrosmog so frei wie möglich. Es gibt auch Wecker mit Batteriebetrieb und ein Fernseher gehört eigentlich ins Wohnzimmer. Über Ihrem Bett sollten keine schweren Lampen oder ein Bücherregal über dem Kopfende hängen.Dasverursacht Druck und Spannung. Weiße und helle Bettwäsche fördern die Regenerationsphase im Schlaf. Es sollte nicht mehr als ein Buch auf dem Nachttisch liegen, sonst artet das in unbewusste Arbeit aus. Es gibt sehr viele Bücher zum Thema und auch tolle Seminare an Volkshochschulen und bei privaten/gewerblichen Feng Shui Beratern. Ein spannendes Thema – beschäftigen Sie sich mal damit.